Monatsbrief April 2019

Monatsbrief April 2019

 

Es macht einen großen Unterschied, ob wir mit einer Situation sein können und das SEIN spüren,

und dann handeln, oder ob wir handeln, weil wir nicht damit sein können.

Die Herausforderung eines spirituellen Lebens besteht darin, immer wieder erst mal zu SEIN.

In jeder neuen Situation, in jedem Kontakt sich zu erinnern, erst mal zu sein. Erst dann wird das SEIN zur Grundlage unseres Wirkens und nicht dadurch, dass wir einmal am Tag meditieren.

So zeigt sich ein spirituelles Leben nicht daran, wie lange und oft wird meditieren,

sondern daran, wie sehr wir unser Leben aus dem SEIN gestalten.

Richard Stiegler

 

Liebe Mystik- und Kontemplationsinteressierte!

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten!

Auch zu diesem Monat wieder ein Zitat von Richard Stiegler, welches die Aufgabe eines spirituellen Lebens und des kontemplativen Prozesses verdeutlicht:

Es geht nicht um das lange und häufige meditieren, sondern um die Verbindung und Fühlungnahme mit dem Sein selbst, wie wir es im Schauen ins nackte Sein und dem Üben des offenen Gewahrseins einüben. In jedem Augenblick die Aufgabe zu dieser Fühlungnahme und die Unterscheidung: handle ich aus dem Spüren des SEINS oder als Fluchtbewegung, um ihm und seiner aktuellen Ausprägung zu entkommen. Es gehört für mich zu dem Spannendsten des Weges immer feiner zu erforschen und zu entdecken, wo ich mich entziehe, innerlich weggehe und mein Leben in diesem Augenblick nicht so nehmen will wie es ist.

Damit vollzieht sich aber ein grundlegender Wandlungsprozess vom Ego zum Wesen, vom Kontrollieren zum da sein, vom Machen zum Gewahren. Ein langer Wandlungsweg, bei dem es immer aufs Neue um Treue zur Übung der Stille und Präsenz und dem gewahren geht. Ein Weg zu dem das Scheitern, Fliehen, Ausweichen dazugehört und der uns doch grundsätzlich wandelt, oft ohne dass wir es mitbekommen uns fragend und zweifelnd zurücklassend.

Die formale Praxis des Sitzens in Stille ist notwendig und hilfreich, um uns ans SEIN zu erinnern und uns anzubinden. Die Aufgabe ist aber weit umfassender und herausfordernder und fordert den Einsatz des ganzen Lebens.

Bleibe ich durchlässig für das essentielle, über-raumzeitliche, göttliche Sein?

Der Kultivierung dieser Qualitäten dient unser Üben als Einzelne und als Weggemeinschaft.

Dazu herzliche Einladung zu den Praxismöglichkeiten im April:

1.     Abende der Stille und Kontemplation, donnerstags 19.30-21.30 Uhr,

 Raum der Stille B1154, salus klinik

2.     13. April: Kontemplationstag: Am Tor der Karwoche, Hofheim-Langenhain, Alt-Langenhain 37-41: Sitzen in der Stille, getanztes maronitisches Kyrie, Rezitation, Schweigen.

3.     14. April, 10.00 Uhr Gottesdienst Evangelische Kirche Lorsbach, Alt Lorsbach. Sterben um zu leben – Vom Geheimnis der Karwoche

4.     16. – 21. April: Osterkurs Benediktushof mit Fernand Braun, Christina und mir

5.     25. April 18.30 – 20.00 Uhr: Einführung ins Sitzen in Stille,

salus klinik Raum der Stille B1154

 

Vorschau:

1.     4. Mai: Kontemplation intensiv, Waldkrankenhaus Köppern 10.00 – 18.00 Uhr

2.     12. Mai: Beginn neues dreijähriges Kontempaltionstraining. Es sind noch drei letzte Plätze frei, wer also überlegt: nur zu!!

3.     21. – 26. Mai: Benediktushof: Kontemplation und achtsam/Friedvolles Gehen/Laufen

4.     Weit voraus:

5.     2. November: Ökumenischer Kontemplationstag ( Weggemeinschaft und Zentrum Heilig Kreuz) mit ökumenischer Mahlfeier, 10.00 – 18.00 Uhr Interreligiöses Begegnungszentrum Haus der Stille, Universität Frankfurt Campus Westend. Anmeldung über Website, Plätze begrenzt

 

Nun wünsche ich Euch einen aufblühenden Frühling und freue mich auf gemeinsames Üben und Praktizieren.               

 

Sven