Fällt aus: Gottesdienst aus der Stille 24.04.2021

Fällt aus: Gottesdienst aus der Stille am 24.04.2021

Impuls zur eigenen Praxis:

 

 

 Gottesdienst aus der Stille – Das Leben feiern

 

Hinweise zum Feiern

Suche Dir einen ruhigen Platz in Deiner Wohnung und richte ihn, auf für Dich passende Weise, mit Sitzkissen, Bänkchen oder Stuhl, zum Sitzen ein. Vielleicht ist eine Klangschale oder auch Zimbeln vorhanden, dann stelle sie bereit.

Es bleibt Dir überlassen, diesen Ort weiter zu gestalten mit einer Kerze, einer Blume, einem Bild, so dass er Dich um Feiern und zur Stille einlädt.

Für das Ritual lege Steine (oder anderes symbolisches) und Teelichter bereit.

Die vorgeschlagenen Lieder können durch eigene, bekannte Lieder ersetzt werden oder es kann auch abgespielte Musik an ihre Stelle treten. Der Liedtext kann auch einfach nur gelesen werden.

 

Die Feier kann beginnen

Die Klangschale dreimal kurz zum Klingen bringen

 

Gebet

In dir sein, Gott, das ist alles.

Das ist das Ganze, das Vollkommene, das Heilende.

Die leiblichen Augen schließen,

die Augen des Herzens öffnen

und eintauchen in deine Gegenwart.

Ich hole mich aus aller Zerstreutheit zusammen

und vertraue mich dir an.

Ich lege mich in dich hinein

wie in eine große Hand.

Ich brauche nicht zu reden, damit du mich hörst.

Ich brauche nicht aufzuzählen, was mir fehlt.

Ich brauche dich nicht zu erinnern

oder dir zu sagen, was in dieser Welt geschieht

und wozu wir deine Hilfe brauchen.

Ich will schweigen und mich darin verbinden

mit allen, die im Moment keine Ruhe finden

mit allen, die jetzt zu viel Zeit haben

mit allen, die einsam und alleine sind

mit allen, die mehr arbeiten müssen oder um ihre Existenz bangen müssen

mit allen…

Mit allen Sinnen und Gedanken warte ich

bis DU da bist.

Nach einem Gebet von Jörg Zink (aus: Wie wir beten können, Stuttgart 1970, S. 21)

 

Lied: Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche Frieden

 

Das Lied verklingt in eine kurze Zeit der Stille

 

Einstimmung

Wir sind hier vor dir, Gott

Miteinander verbunden auch über die Entfernungen

miteinander verbunden in unseren Herzen

und geborgen in deiner Gegenwart.

Amen.

 

Leiblich Da Sein

Ich nehme bewusst wahr, wie ich sitze. Wo spüre ich Kontakt? Ich gebe mein Gewicht ab und lasse mich mit jedem Atemzug noch mehr nieder. Ich sitze aufrecht. In der Aufrichtung spüre ich, dass ich wach und präsent da bin. Ich bin getragen.

Ich nehme meinen Atem wahr. Meine Atemzüge.

Mein Atem strömt ein und wieder aus.

Das ist mein Rhythmus, mit dem ich jetzt da bin.

Im Atem verbinde ich mich mit der Welt und mit Gott.

Das Atmen verbindet uns miteinander, mit allen Menschen, mit der Erde, der Schöpfung, den Pflanzen und Tieren und allem Lebendigen, mit allem was uns umgibt.

 

Ein paar Minuten in der Stille da sein und dem Atem lauschen

Lied: Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden

Ritual mit Steinen und Lichtern, wenn möglich mit Musik begleitet.

Es gibt vieles, was uns besorgt in dieser Zeit und es gibt auch hoffnungsvolle Zeichen und Ereignisse, die uns freuen. In der Stille legen wir vor Gott ab, was uns bedrückt und das, wofür wir dankbar sind, das was uns beschäftigt und belastet. Wir vertrauen uns Gott an und nehmen sein Licht in uns auf, das aus seiner unerschöpflichen Quelle immer für uns da ist.

Bei der Kerze können die Steine abgelegt werden

und ein Licht entzündet werden.

Das geschieht mit Ruhe und Zeit.

 

Gebet zum Abschluss des Rituals

Du, Gott, kennst uns und weißt um uns.

Wir vertrauen uns dir an

und vertrauen auf deine stärkenden und heilsamen Kräfte.

Amen.

 

Lied: Bei Gott bin ich geborgen, still wie ein Kind

bei ihm ist Trost und Heil.

Ja, hin zu Gott verzehrt sich meine Seele,

kehrt in Frieden ein. (Text und Musik: Jaques Berthier, Taizé)

 

Impuls

„Gott wohnt, wo man ihn einlässt“

Das ist es, worauf es letzten Endes ankommt: Gott einlassen.

Man kann ihn aber nur da einlassen, wo man steht, wo man wirklich steht,

da wo man lebt, wo man ein wahres Leben lebt.

Pflegen wir heiligen Umgang mit der uns anvertrauten kleinen Welt, helfen wir in dem Bezirk der Schöpfung, mit der wir leben, der heiligen Seelensubstanz zur Vollendung zu gelangen, dann stiften wir an diesem unserem Ort eine Stätte für Gottes Einwohnung,

dann lassen wir Gott ein.

(aus: Martin Buber, Der Weg des Menschen)

Stille

verweilen in der Stille, sie beginnt und endet mit dem Klang der Klangschale

Lied: Trage mich, jeden Tag

trage mich durch die Nacht

in deinen Händen hältst du mich

ich vertraue fest auf dich.

(Quelle unbekannt)

 

Gebet – wir beten mit den Worten, die Jesus Christus uns geschenkt hat

Vater unser

Du, der du größer und weiter bist

als unsere Herzen sein können,

Gott Schöpfer Geist,

führe uns über uns selbst hinaus

in die Freiheit deines Geistes

und in die Weite des Lebens.

 

Segen

Gottes Segen umhülle dich auf deinem Weg, wie ein bergendes Zelt.

Gottes Segen nähre dich, wie das Wasser und das Brot.

Gottes Segen leuchte über dir, wie das Feuer in der Nacht.

Gott, deine heilige, heilende Kraft sei mit uns allen

in dieser Nacht und an allen Tagen unseres Lebens. Amen.

 

Wann?

24.04.2021 - 17:00 bis 24.04.2021 - 18:30

Wo?



Organisator/Ansprechpartner

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