Monatsbrief Oktober 2019

 

Monatsbrief Oktober

 

 

Dem Vergangenen Dank,

dem Kommenden Ja.

-       Dag Hammereskjöld

 

 

Liebe Kontemplations- und Mystikinteressierte!

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten!

 

Dieses Zitat und Beispiel von Dag Hammerskjöld ist Ausdruck einer kontemplativen Lebenskultur. Wie wäre es, soweit mit der eigenen Lebensgeschichte versöhnt zu sein, dass im Blick auf das vergangene Dank bleibt. Nein, das übersieht nicht die Schmerzen und Leiden, Bürden und Beschwernisse, die unser aller Leben aufgegeben sind. Jedoch kann ich sie möglicherweise mir so tief aneignen, dass auch noch das Kränkende und Behindernde als Bestandteil meiner unverwechselbaren Einmaligkeit erkennbar wird. Es sind ja gerade unsere Brüche und Narben, die uns zu Entwicklung einladen und provozieren. Und so verdanken wird dem oftmals mehr und Nachhaltigeres als dem Glatten scheinbar Gelingendem, sogenanntem Guten.

Dem vergangenen Dank zeugt von einer tiefen kontemplativen Durchdringung des Erlebten, von einer mitfühlenden Aneignung wie sie der Übung und Praxis der Stille erwachsen kann. Kontemplation ist neben den anderen drei wesentlichen Dimensionen (Übung, Lebenskultur, Bewusstsein)  eben auch und gerade ein Verwandlungs-, Versöhnungs- und Heilungsweg. Ich übe mich ein in die Hingabe an das, was ist, genauso, genau jetzt, genau hier. Augenblick für Augenblick. Oft ist das hochkonfrontativ, hoch schmerzlich, und genau darin heilsam. Es erlaubt mir die Flucht einzustellen, nehmen zu können, was ist, ohne mich betäuben oder abwenden zu müssen. Mehr zu dieser heilsamen Dimension der Stille im unten angekündigten Jahresvortrag am Reformationstag

Aus diesem Versöhnungsprozess entsteht gleichzeitig das Vertrauen ins Leben und das Ja zum Leben. Dem Kommenden Ja! Auch hier: nicht das es nur noch Sonnentage gäbe, nein, aber mein Vertrauen leben zu können, was kommt inclusive dem Sterben reift, gibt Vertrauen und Zuversicht. Und die Praxis der Stille lässt alles erkennen als das, was es ist: einmalige Kostbarkeit dieses Augenblicks, Wunder und Manifestation der Liebe.

In solch eine Lebenshaltung und Kultur gilt es hineinzureifen auf dem kontemplativen Weg, ohne daraus Anspruch, Leistungskatalog oder Muss zu machen. Aber ein grandioser Wegweiser ist es doch. Mögen wir uns auf dem reifungsweg in eine solche Lebenshaltung gegenseitig in unserer Praxis ermutigen, inspirieren und fördern.

 

In diesem Sinn die Einladung zu den Praxisangeboten dieses Monats:

Donnerstags 19.30-21.30 Uhr : Abend der Stille und Kontemplation, salus klinik, Raum der Stille B1154

18. Oktober: Mitsingkonzert in salus mit Klaus Nagel und Susanne Mössinger 19.00-2.30 Uhr ebenfalls im Raum der Stille B1154

Reformationstag 31. Oktober 20.00-22.00 Uhr Jahresvortrag der Weggemeinschaft: Heilsame Stille – heilsame Aspekte/ Dimensionen einer Praxis der Stille im Rahmen eines Friedrichsdorfer Gesprächs Spiritualität und Heilung. Das liegt mir besonders am Herzen. Wer Plakate aufhängen oder Handzettel verteilen kann melde sich bitte bei mir

2. November 10.00 – 18.00 Uhr Ökumenischer Kontemplationstag mit Mahlfeier im Haus der Stille der Johann Wolfgang Goethe Universität Campus Westend Siolistr.7

Hierzu eine Bitte: Uns von der Vorbereitungsgruppe wäre es lieb, wenn es trotz der Größe der Gruppe 30-40 nur eine Suppe gäbe. Kann sich das jemand vorstellen? Ebenfalls bitte bei mir melden. Ansonsten wollen wir es halten und handhaben wie immer bei unseren Kontemplationstagen. Ich hoffe und vertraue sehr auf Euch. Meldungen bitte immer auch an Susanne. Unkosten werden natürlich ersetzt.

 

Noch ein persönlicher Hinweis und Einladung:

Ich werde am Donnerstag, den 5. Dezember 60. Da ich so oft unterwegs bin, möchte und werde ich den Tag mit meiner Familien verbringen. Allerdings starten wir in den Tag mit einer „Feier des Lebens“ in der ev. Kirche in Langenhain, Alt- Langenhain 39. Diese ist natürlich öffentlich  –  herzliche Einladung dazu! Im Anschluss gibt es einen kleinen Umtrunk. Deshalb und wegen der Liedblätter wäre ich für eine Anmeldung des Kommens froh und dankbar. Kurze Nachricht an Sven-Joachim.Haack@remove-this.t-online.de genügt. Ich freue mich auf Dich/Euch

 

So freue ich mich bereits heute auf Begegnung und gemeinsame Praxis im kommenden Monat.

Sven